Unsere Vereinsgeschichte 1870 - heute

Die MG Eintracht Mörel


144 Jahre Vereinsgeschichte der MG EINTRACHT Mörel


Die Vereinsgründung
Den ersten Protokoll- und Rechnungsbüchern entnehmend wurde am 13. Februar 1870 „zur Erbauung des Gottesdienstes und der Gemeinde“ die Musikgesellschaft CONCORDIA Mörel gegründet. Der damalige Verein zählte bei der Gründung 7 Mitglieder, welche sich ihre musikalischen Grundkenntnisse zweimal wöchentlich im Kollegium Brig bei Professor Camil Mengis aneigneten – selbstverständlich zu Fuss.
Am Ostersonntag 1871 erfolgte der langersehnte erste Auftritt. In den darauffolgenden Jahren sicherte sich die MG CONCORDIA einen festen Platz im kulturellen Dorfleben von Mörel. Der Verein fand immer neue Mitglieder, so dass 1878 der Höchststand von 20 Musikanten erreicht wurde.

Das erste Protokollbuch


Höhen und Tiefen der Musikgesellschaft CONCORDIA
Obwohl die Musikgesellschaft aus dem kulturellen Dorf- und Pfarreileben nicht mehr wegzudenken war, kamen Ende der Jahrhundertwende schwierige Zeiten auf die Blasmusik zu. Die Mitgliederzahl sank beängstigend, so dass im Dezember 1897 der Auflösungsbeschluss folgte – allerdings mit der Auflage, bis zum 1. Januar 1898 wiederum eine neue Musikgesellschaft zu gründen. Das Revival glückte, so dass die MG CONCORDIA bis anfangs 1908 weitermusizierte, allerdings mehr schlecht als recht. Im Januar 1908 beschlossen die verbliebenen Musikanten wiederum die Auflösung des Vereins. Doch bereits drei Tage nach der Kapitulation erfolgte erneut eine Wiedergeburt des Blasmusikvereins mit der Neugründung der CONCORDIA. Die bestehende Vereinsfahne, den Namen sowie die Musikinstrumente konnte die neue CONCORDIA von der alten übernehmen. So musizierten die unermüdlichen Bläser der CONCORDIA unbehelligt weiter, trotz Wirren rund um den ersten Weltkrieg, verbunden mit chronischer Schwindsucht des Vereins.
1922 schlug dann für die CONCORDIA endgültig das Todesstündchen. Die Musikgesellschaft musste vor den widrigen Umständen kapitulieren und ihre Instrumente beiseite legen. Mit der Teilnahme am Schinerfest in Ernen zum 450jährigen Todestag des Kardinals Matthäus Schiner fand die CONCORDIA mit ihrem letzten Auftritt einen würdigen Abschluss ihrer Vereinsgeschichte.

 


Die Neugründung der MG EINTRACHT
Als dann der „Herrgottstag“ 1923 aufgrund fehlender Musikanten ohne musikalische Klänge stattfinden musste, beschlossen noch am selben Tag mutige Initianten die Gründung einer neuen Musikgesellschaft. Im September 1923 erfolgte die offizielle Auflösung der MG CONCORDIA. Bereits am 4. Oktober 1923 wurde der neue Musikverein, diesmal auch mit neuem Namen – nämlich Musikgesellschaft EINTRACHT – aus der Taufe gehoben

Nach einigen Dirigentenwechseln gelang es dem damaligen Vorstand, einen Musikanten aus den eigenen Reihen für die Aufgabe der Direktion zu gewinnen. Albert Zurschmitten wurde am 8. September 1934 zum Dirigenten gewählt und schwang während 50 Jahren den Taktstock bei der EINTRACHT. Er war ein musikalischer Glücksfall für den Blasmusikverein. Albert Zurschmitten verstand es, mit seinem musikalischen Geschick und seiner Art die Musikgesellschaft EINTRACHT musikalisch und kameradschaftlich zu einem erfolgreichen Verein werden zu lassen. Seine musikalische Ära bei der EINTRACHT wurde am 10. Juni 1984 mit einem gediegenen Jubiläumskonzert und der Ernennung zum Ehrendirigenten der EINTRACHT gebührend abgerundet.

Dirigent Albert Zurschmitten 1934 - 1984


Das erste einheitliche Kleid
Erst im Jahr 1941 zu Weihnachten erhielt die Musikgesellschaft EINTRACHT ein erstes äusseres Zeichen eines einheitlichen Kleides. Die gefällige, schwarze Mütze als Zeichen der Eintracht schien auch die Einheit und Kameradschaft im Verein mitzuprägen.
Die Zeit während des zweiten Weltkrieges, besonders 1944/1945, war für die Musikgesellschaft und ihre Vereinstätigkeit durch die zeitweilige Mobilisierung eines grossen Teils der Musikanten und auch des Dirigenten Albert Zurschmitten wiederum ein schwieriger Abschnitt in der Vereinsgeschichte.


Uniformweihe 1961
Am „Herrgottstag“ 1961 trat die Musikgesellschaft EINTRACHT erstmals in ihrem einheitlichen Kleid auf. Die klassisch geschnittene schwarze Uniform schien dem Verein endgültig die nötige Einheit und Stabilität zu verleihen. Der Verein blühte auf und machte seinem klangvollen Namen EINTRACHT alle Ehre.


Die Hundertjahrfeier im Juni 1970
Die grosse Geburtstagsfeier zum 100jährigen Bestehen der MG EINTRACHT (ehemals CONCORDIA) fand am 20./21. Juni 1970 statt. Nebst den üblichen Feierlichkeiten zu einem Musikvereinsjubiläum mit Totenehrung, Ansprachen, Galakonzert, Einmarsch und kurzen Konzertdarbietungen im Festzelt durfte die MG EINTRACHT gleichzeitig ihre neue Vereinsfahne einweihen.


Der Fereinsfahnen 1970 - 2006

     Fahnengotta Elise Albrecht         Fähnrich Erich Albrecht           Fahnengetti Josef Schmid

 100 Jahr Feier der MG " EINTRACHT " und neuer Fereinsfahnen am 20 / 21 Juni 1970

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Die Neuinstrumentierung und Neuuniformierung
Im November 1973 stellte der Dirigent Albert Zurschmitten anlässlich der GV den Antrag, eine umfassende Neuinstrumentierung vorzubereiten. Die beachtliche Summe von Fr. 30'000.- konnte durch Eigenmittel, durch einen Gemeindebeitrag und durch einen aufgenommenen Kredit, der durch das Lotto beinahe wieder abgetragen werden konnte, aufgebracht werden. Die Musikgesellschaft EINTRACHT beschloss mit der Neuinstrumentierung ihr goldenes Zeitalter und stellte auf Silber-Instrumente um. Da bereits die Neuuniformierung für 1978 geplant war, verzichtete die EINTRACHT auf eine eigentliche Instrumentenweihe. Die neue dunkelblaue Uniform konnte am 7. Mai 1978 anlässlich des Bezirksmusikfestes in Mörel eingeweiht werden. Das Fest war ein voller Erfolg. Die finanzielle Last der Neuuniformierung konnte durch das tolle Ergebnis des Lottos wesentlich getilgt werden.


Zeiten der Findung
Neben Albert Zurschmitten ist Reinhold Tenisch der zweite bedeutende Dirigent der EINTRACHT Mörel. Auch er stammte aus den eigenen Musikantenreihen und stand der EINTRACHT von 1984-1994 als Musikdirektor vor. Reinhold Tenisch verstand es, mit seinem Engagement aus der EINTRACHT einen guten Drittklassverein zu formen und uns musikalisch auf der Höhe zu halten. Einmal mehr in ihrer Vereinsgeschichte stand die EINTARCHT mit der Demission von Reinhold Tenisch als Dirigent vor einer Krise. Immer wieder versuchte sich der Musikverein neu zu formieren. Es folgten Jahre der Selbstfindung mit verschiedenen Dirigenten- und Präsidentenwechseln, Reaktivierungen ehemaliger Musikanten, vielen Ein- und Austritten von Jungmusikantinnen und -musikanten. Mit Josy Heinzmann (musikalischer Leiter von 1996-2000) und seit 2000 mit unserem jetzigen Dirigenten, Leander Roten konnte die MG EINTRACHT ihre Midlife Crisis überwinden und steht nun geeint und gestärkt da.


Neuuniformierung Oktober 2003
Am 18. Oktober 2003 konnte die MG EINTRACHT im Rahmen einer kleinen würdigen Feier ihre neue Uniform einweihen. Der Musikverein blieb seiner gewohnten Uniformfarbe der letzten 25 Jahre treu und wählte wiederum eine klassisch dunkelblaue Uniform mit extravaganter Mütze.


71. Bezirksmusikfest am 23./24. Mai 2008 in Mörel


Bericht des OK-Präsidenten
Mein herzlicher Dank geht
 an das Organisationskomitee,
 an die Ressortchefs,
 an die Vereinsmitglieder,
 an alle übrigen Helferinnen und Helfer
für die grosse Arbeit, die ihr alle in einem echten Teamwork geleistet habt.
Der kleine Dämpfer von Freitagabend wurde mehr als kompensiert durch den grossen Aufmarsch und tollen Erfolg am Samstagabend.
Wir können rundum zufrieden sein. Unsere Aufgabe ist erfüllt.
Es fehlt nur noch die letzte Anstrengung von heute Abend. Dann kann Kassier Edgar ans Abrechnen gehen. Er wird uns sicher ein gutes Ergebnis präsentieren können.
Nochmals herzlichen Dank und freundliche Grüsse, Geri.“
Es bleibt dabei. Die MG Eintracht hat ihre Aufgabe sehr gut gemacht und auch dem Bezirksmusikverband eine würdevolle Fahnenweihe ermöglicht.
Es geht nun wieder etwa 9 Jahre; und dann werden jüngere Kräfte an der Reihe sein. Vielleicht sind sie dann auch zufrieden, wenn sie sich auf die wertvollen Erfahrungen früherer Organisationskomitees abstützen können.
Unserem OK war das jedenfalls eine grosse Hilfe.
Das finanzielle Ergebnis ist nach Meinung des OK sehr gut, klar über den Erwartungen.
Wir wissen alle, dass der eigentliche Festbetrieb wohl viel Arbeit und einen grossen Einsatz abverlangt, aber verhältnismässig wenig abwirft.
Darum sind 2 Sachen nötig:
  ein vertretbares, ganz gezieltes Sponsoring und
  in jedem Falle kein Verzicht aufs Lotto.
Das haben wir eingesehen und sind im Nachhinein dankbar, dass wir die Abstimmung an der letzten Generalversammlung verloren haben. Wir waren nämlich der Meinung, dass man nicht zweimal hintereinander die Leute angehen darf. Es handelt sich aber in der Tat jeweils um andere Personen. Mehr dazu weiss Valentin als verantwortlicher Ressortchef.
Ich danke nochmals allen - wirklich allen – für die grosse Arbeit und ersuche euch, diesen Bericht zur Kenntnis zu nehmen und dem OK Entlastung zu erteilen.


Mörel, 10. September 2008


Gerhard Schmid, OK Präsident BMF 2008 Mörel